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Unfinished Stories - Finished Texts

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1 Unfinished Stories - Finished Texts am Do März 03, 2016 6:58 am

CLAY

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We are Legion:

We are Legion


„Wir sind Anonymous.
Wir sind eine Legion.
Wir vergeben nicht.
Wir vergessen nicht.
Erwartet uns.“




Prolog

Man sagt, wir wären Kinder, die im Keller ihrer Eltern hocken.
Man sagt, wir wären Terroristen.
Man sagt, wir wären die wahren Bösen.
Doch das stimmt nicht. Wir sind Anonymous. Wir können jeder und alles sein, das macht uns stark. Wir sprechen mit einer Stimme, deswegen haben wir keine Gesichter und Namen. Wir können die Welt verändern!
Anonymous ist wie ein Netzwerk aus tausenden Personen, die verschiedene Fähigkeiten und Ziele haben, aber trotzdem immer zusammenhalten.
Unsere Toleranz gegenüber Lügen ist sehr gering. Lügen machen die Welt nur hässlicher. Ich bin ein winziger Teil von diesem Netzwerk, so gering, dass man mich übersehen muss, doch jedes noch so kleine Stück hilft zur Vollendung eines riesigen Puzzles. Mein Name ist Benjamin und ich bin Anonymous!
Bereits mit zehn Jahren habe ich angefangen, Interesse für Computer und Technik zu entwickeln. Nicht auf die Art und Weise, wie es normale Kinder taten. Ich interessierte mich nicht für Spiele oder Videos aus dem Internet, chattete nicht mit Freunden oder sah mir keine lustigen Bilder an, denn Begeisterung empfand ich nur für das, was hinter diesem „großen Phänomen“ Computer steckte: Codes, Nullen und Einsen, eine ganz eigene, faszinierende Welt. So begann ich mit der Zeit immer mehr über Maschinensprache zu lernen.
Es war einfach für mich, als wäre ich dafür geboren worden, Codes zu durchschauen oder selbst zu schreiben. Mit jedem Jahr, das ich alterte, verbesserten sich auch meine Fähigkeiten am PC.
Meine Eltern bekamen nie etwas mit, denn obwohl ich mich kaum um die Schule kümmerte, bestand ich mein Abitur mit einem sehr guten Schnitt.
Eigentlich war mein Leben perfekt. Jedenfalls dachten meine Eltern das, denn ich war unzufrieden, wollte mehr mit meinen Fähigkeiten anstellen, als nur irgendwelche Websites zu gestalten. Ich wusste, dass ich nur frei sein konnte, wenn ich mich in die Tiefen des Internets wagen würde, denn in dem Teil des Internets, der der Allgemeinheit bekannt ist, konnte ich nicht das tun, was ich vorhatte zu tun. Die Tiefen des Internets, auch bekannt als das Deep Web, sind das Paradies für Meinungsfreiheit und Kriminalität. Dort gibt es keine Grenzen, man kann all das tun, was man im sogenannten Clearnet nicht machen darf.
Als es eines Tages so weit war, dass ich mich endlich in das Deep Web traute, fiel eine entscheidende Barriere in meinem Leben, denn ab jetzt war ich vollkommen anonym im Internet unterwegs und niemand konnte mir irgendetwas nachweisen. Kriminalität hatte etwas an sich, was einem ein gutes Gefühl gab. Nach nur einem Monat im Deep Web, hatte ich schon eine beachtliche Liste an kriminellen Aktivitäten zusammengestellt:
1. Das Stehlen von Bitcoins (der virtuellen Währung), durch Hacking.
2. Das Anbieten meiner Dienste auf einer Seite, auf der man Hacker anheuern konnte.
3. Das Kontrollieren von einer Seite, die Waffen und Drogen verkaufte.
4. Das Stehlen von geheimen NASA-Dokumenten.

Ich war gut. Ich war nicht nur gut, ich war sehr gut, in dem, was ich tat.
Schnell wurde ich im Deep Web zu einer kleinen Legende, die unter dem Hackernamen „Krypton“ agierte. Jeder wollte wissen, wer Krypton wirklich war, doch keiner schaffte es, meine Identität herauszufinden.
Viele Hacker wurden auf mich angeheuert, aber niemand konnte es mit mir aufnehmen. Ab diesem Zeitpunkt war mein Leben erst perfekt.
Leider hielt diese Euphorie nicht lange an, immer, wenn das Leben auf deiner Seite ist, geschieht irgendetwas, was deine ganze Welt zerstört.
Das Schicksal meint es niemals gut mit dir, das ist eine Lektion die ich lernen musste. Ein guter Freund, den ich im Deep Web kennen gelernt hatte, wurde von einem Auftragsmörder aus dem Deep Web umgebracht.
Sein Tod hat mir die Augen geöffnet und ich entschied für mich, dass ich etwas ändern will. Ich wollte von da an für eine bessere Welt kämpfen.
Wie sollte ich das anstellen? Das Einzige, in dem ich der Beste war, war zugleich auch meine größte Schattenseite.
Und dann kam meine Rettung: Anonymous. Hacktivisten, so werden Menschen genannt, die mithilfe von Computern und Internet protestieren.
Das war meine Chance für einen Neuanfang, das war meine Chance, etwas Gutes zu tun, das war der Anfang von meinem wohl größten Abenteuer.

„We know your lies!“

Mein Blick lag auf dem Computerbildschirm, während sich in mir eine zuvor nie verspürte Nervosität ausbreitete. Anonymous hatte dem islamischen Staat, also der ISIS, den Krieg erklärt. Natürlich wusste ich, was das für die Hacker von Anonymous zu bedeuten hatte, sie mussten alles dafür geben, einen Hackerangriff auf die terroristischen Websites der ISIS zu starten.
Warum hatte ich davor solche unbeschreibliche Angst? Vielleicht lag es daran, dass ich nun gegen das absolut Böse vorgehen musste und nicht mehr nur Leute aus dem Deep Web hacken konnte, die sowieso niemals von meiner Identität erfahren würden. Mit zitternden Fingern tippte ich eine Nachricht in den Chat, in dem soeben die Entscheidung verkündet worden war: „Ich bin dabei.“  Ein Mitglied mit dem Namen 'user01' schrieb zurück: „Krypton, du wirst den Hauptangriff auf die bekannteste Website starten. Das ist deine Chance, uns allen deine Fähigkeiten zu präsentieren. Und bedenke stets:  Wir sind Anonymous. Wir sind eine Legion. Wir vergeben nicht. Wir vergessen nicht.“ Kurzzeitig musste ich die Augen zukneifen, denn wir wurde so unwohl, dass selbst meine Sicht verschwommen war. Ich sollte also der Schlüssel zu diesem Krieg sein, aber woher wusste 'user01' davon, dass ich überhaupt die Fähigkeiten dafür haben könnte, die Hauptwebsite der Terroristen zu hacken?
Vielleicht war es einfach nur Intuition. Ich habe mal gehört, dass Menschen oft eine Eingebung haben, wenn etwas Ernstes bevorsteht.
Für eine freie Menschheit würde ich diesen Cyberkrieg führen, schließlich war das auch das größte Ziel von Anonymous. Trotz diesem Ziel, hatte ich im Gefühl, dass Anonymous Rache für den Anschlag auf Charlie Hebdo wollte.
Noch nie konnte ich verstehen, weshalb sich Leute zusammenschlossen, um im Namen ihrer Religion Menschen abzuschlachten und zu foltern.

Langsam erhob ich mich von dem Stuhl, der hinter meinem Schreibtisch stand und nahm meinen Rucksack, in dem sich mein Laptop befand.
Hacken durfte ich nur von einer öffentlichen Einrichtung aus, denn würde ich es bei mir zu Hause tun, könnte man leicht meine IP-Adresse zurückverfolgen und schon wäre meine Maske gefallen.

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2 Re: Unfinished Stories - Finished Texts am Do März 03, 2016 7:03 am

CLAY

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Argumentation GT:


Gentechnik – Fluch oder Segen?

Mehr als die Hälfte der Deutschen möchte keine gentechnisch veränderten Lebensmittel kaufen, damit ist es schon deutlich mehr, als vor zwölf Jahren.
Von einer Trendwende kann man zu den jetzigen Zeiten also nicht ausgehen.
Bereits 2004 kam es für etwa 44 % der Deutschen nicht infrage, das sogenannte Genfood zu kaufen. Was die meisten Menschen allerdings nicht wissen, ist, dass die Gentechnik auf fünf Bereiche eingeteilt ist und so wird diese wissenschaftliche Arbeit oftmals nur auf das Negative und die Manipulation von Lebensmitteln beschränkt.
Es gibt die Bereiche grüne (Agrogentechnik – Anwendung bei Pflanzen), rote (Anwendung in der Medizin und Pharmazeutik), weiße (Anwendung in der Industrie), graue (Anwendung in der Abfallwirtschaft) und blaue (Anwendung auf Lebewesen des Meeres, besonders Tiefseebakterien) Gentechnik. Das heißt, dass die Gentechnik viel weiter verbreitet ist, als es sich die meisten vorstellen können. In unserem Leben ist dieser Arbeitsbereich kaum noch wegzudenken, doch wenn Verluste im Bereich der Agrogentechnik gemacht werden, dann wirkt sich das auch auf die anderen vier Bereiche extrem schlecht aus.
Sind also die Ängste und Zweifel rund um das Thema „Gentechnik“ berechtigt oder vollkommen überflüssig? Ist die Gentechnik ein Fluch oder ein Segen für die Menschheit?

Es gibt viele Argumente, die die Zweifel gegenüber der Gentechnik stärken.

An erster Stelle wäre zu nennen, dass immer mehr Länder, die in der Gentechnik fortschrittlich sind, Interesse an biologischen Waffen gewinnen. Biologische Waffen sind Massenvernichtungswaffen und trotz des Verbotes, das 1972 während der Biowaffenkonvention erlassen wurde, solche Stoffe zu entwickeln, forscht die USA seit 2002 wieder an angeblich „nicht-tödlichen“ Waffen. Das große Interesse an biologischen Waffen gilt nicht nur für Forscher, die im Namen der Wissenschaft arbeiten, sondern leider auch für Terroristen.
Biowaffen bieten für den Terrorismus immer mehr Möglichkeiten, denn Stoffe, die als Biowaffe dienen könnten, sind prinzipiell in der Natur einfach beschaffbar und dank der Gentechnik kann man diese leicht modifizieren.
Erst durch die Gentechnik konnte also der Bioterrorismus ermöglicht werden.

Ebenfalls zu bedenken ist, dass es zu wenige Erkenntnisse über Langzeit- und Spätfolgen der Genmanipulation gibt.
Die Auswirkungen sind meist nicht kontrollierbar und durch Anpassung an beispielsweise genetisch veränderte Pflanzen könnten neue Schädlinge entstehen. Auch könnten aufgrund der Unübersichtlichkeit schnell andere Organismen verdrängt werden oder gar durch manipulierte Gene so stimuliert werden, dass sie eine Gefährdung darstellen.
Sollten Tiere solche stimulierten Organismen zu sich nehmen, kann es durchaus dazu führen, dass eine normalerweise ungefährliche Pflanze zur Vergiftung von einem Tier führt.

Zuletzt muss erwähnt werden, dass durch den Anbau von genetisch-veränderten Pflanzen hohe Kosten für die gesamte Gesellschaft entstehen.
Sicherheitsforschungen, das Zulassungsverfahren, die Überwachung des Anbaus und die gesetzlichen Regelungen werden durch den Steuerzahler bezahlt. Doch das ist noch nicht alles, denn natürlich müssen Landwirte noch zusätzlich hohe Beträge in den Kauf von Saatgut investieren.
Jährlich wird außerdem viel Geld für Verunreinigungen, die durch genetisch veränderte Substanzen ausgelöst wurden, ausgegeben.
Es gab schon über vier Fälle, bei denen Gentechnik-Verunreinigungen bei Mais, Reis und Leinsamen knapp 5,4 Millionen Dollar Schaden verursacht haben.

Trotz all dieser Gründe darf nicht übersehen werden, welche positiven Seiten die Gentechnik hat.

Die Menschen brauchen Gentechnik-Pflanzen, um den Problemen des Klimawandels gewachsen zu sein.
In vielen Ländern und Gebieten wird die Landwirtschaft vor abrupte Herausforderungen gestellt, die wir nur durch die genetische Manipulation von Pflanzen meistern können. Mit der Gentechnik ist es machbar, schneller bessere Sorten zu züchten, die gegen Überschwemmungen, Dürre, Versalzung und andere Umweltbedingungen widerstandsfähig sind.

Ein weiteres Argument, für die Gentechnik, ist die Züchtung von Hochleistungspflanzen zur Ernährung der wachsenden Erdbevölkerung.
Auf den gegebenen Flächen muss der Ertrag immer weiter steigen, um genug Nahrung für die Menschen zu bekommen und das kann nur erreicht werden durch beispielsweise gezielte Manipulation für höhere Erträge, Schädlingsunempfindlichkeit, gehaltvollere Zusammensetzung und Resistenzgene für eine Erweiterung der Anbaugebiete.
Es kann zukünftig also gegen Fadenwürmer resistente Zuckerrüben oder gegen Kartoffelkäfer resistente Kartoffeln geben. Diese genetische Manipulation hätte dann auch einen großen wirtschaftlichen Vorteil, denn durch weniger Einsatz von Pestiziden gibt es auch weniger Arbeit zur Saaterhaltung.

Viel wichtiger jedoch ist, dass die Gentechnik einen enormen Fortschritt im Bereich der Medizin gebracht hat.
Erst durch den Einsatz von Gentechnik konnte die Produktion von manchen verträglichen Arzneimitteln gewährleistet werden oder auch die Herstellung von menschlichen Proteinen mithilfe von Bakterien.
Durch diese Bemühungen gewinnen wir Humaninsulin, Wachstumshormone, Glucagon oder auch wichtige Impfstoffe (z.B. für Hepatitis B).
Gewissermaßen können Forscher unerwünschte Nebenwirkungen, die ein Arzneimittel hat, einfach „abschalten“ und irgendwann werden unheilbare Krankheiten plötzlich heilbar sein. Zudem werden Medikamente schneller und immer günstiger hergestellt.

Fasst man nun alle Argumente zusammen, wird deutlich, dass die Gentechnologie in der Zukunft nicht fehlen darf.
Das Ziel, den Welthunger zu bekämpfen, kann durch normale Mittel nicht mehr erreicht werden, denn dazu gibt es bereits zu viele hungernde Menschen.
Hier kann also nur noch die Gentechnik helfen.
Natürlich sollten Forscher etwas mehr Zeit in die Überschaubarkeit der Gentechnik-Projekte investieren, um größtmögliche Sicherheit gewährleisten zu können, doch die Gentechnik ist einer der jüngsten Forschungsbereiche und deshalb ist es schon fast sicher, dass Fehler passieren.
Aus diesen Fehlern wiederum kann der Mensch viel lernen und so wird die Gentechnik auch immer sicherer.
Dass Gentechnik-Pflanzen der Gesundheit nicht schaden, wurde in der Vergangenheit schon genug bewiesen, weshalb alle Zweifel gegenüber der Verträglichkeit nicht mehr begründet werden können.
Es liegt nun also an den Kritikern der Gentechnik, inwiefern das Potenzial in allen fünf Bereichen ausgeschöpft werden kann. Zeigen sich die Menschen in Zukunft etwas offener, was die Gentechnik betrifft, dann können die Forscher in allen Bereichen effizienter arbeiten. Und wer weiß? Vielleicht dauert es dann gar nicht mehr lange, bis AIDS oder andere unheilbare Krankheiten bekämpfbar sind.


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3 Re: Unfinished Stories - Finished Texts am Do März 03, 2016 7:08 am

CLAY

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Beginning of a new World:


Beginning of a new World

Chapter 1.
Benjamin O'Connors Sicht

Ich sah, wie das Lamm das sechste Siegel aufbrach. Da gab es ein ge­waltiges Erdbeben. Die Sonne wurde so dunkel wie ein Trauerkleid, und der Mond wurde blutrot. Wie unreife Feigen, die ein starker Wind vom Baum schüttelt, fielen die Sterne vom Himmel auf die Erde. Der Himmel verschwand wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird. Weder Berg noch Insel blieben an ihren Plätzen. Alle Menschen ver­steckten sich in Höhlen und zwischen den Felsen der Berge: die Köni­ge und Herrscher, die Heerführer, die Reichen und Mächtigen und alle Sklaven und Freien. Sie riefen den Bergen und Felsen zu: »Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Blick dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Der große Tag, an dem sie Gericht hal­ten, ist gekommen. Wer kann da bestehen?« (Offb 6,12-17)


Mit diesen Worten wird der Untergang der Welt in der heiligen Schrift erzählt.
In Wirklichkeit allerdings sieht es anders aus. Ich, Colonel Benjamin O'Connor, habe bereits viele schreckliche Dinge gesehen, doch nichts war so grausam, wie die Welt untergehen zu sehen und nichts dagegen machen zu können. Wandelnde Tote, die die Lebenden fraßen und keinen Menschen verschonten, waren die neuen Herrscher. Man gab ihnen verschiedene Namen: Walker, Untote, Streuner, Monster.
Die Lebenden vermieden das Offensichtliche, es waren Zombies.
Es war nicht wie in den Filmen. Zombies stiegen nicht aus Gräbern und man musste nicht erst von ihnen angefallen werden, um das Virus in sich zu tragen. Jeder Lebende trug das Virus bereits in sich und ein Biss von den Zombies sorgte bloß dafür, dass die Verwandlung sofort einsetzte und nicht erst nach natürlichem oder unnatürlichem Tod. Keiner wusste, woher das Virus stammte. Wurde es von Tieren übertragen, wurde es als eine Biowaffe entwickelt oder mutierte ein bis dahin ungefährliches Virus zu diesem Todbringer?
Die wenigen Forscher, die der Welt geblieben waren, konzentrierten sich auf die Herstellung von einem Heilmittel, aber wie wollte man ein Heilmittel zu etwas völlig Unbekanntem herstellen?
Ich arbeitete an einem Geheimlabor in Washington D.C. Nicht als Forscher, dafür wäre ich nicht qualifiziert, sondern als Soldat. Meine Aufgabe war es, die Forscher zu schützen. Vor der Apokalypse habe ich bei der Army gearbeitet. Vermutlich hofften die Überlebenden, dass es die Army noch irgendwo gab und ein Camp hatte, aber die Army ist nach dem Ausbruch der Seuche schnell gefallen.
Somit gab es kein Militär mehr. Nur die verlassenen Lager zeugten von den vielen Soldaten, die den U.S.A. einmal gedient hatten. Auch wenn ich bei der Entwicklung eines Heilmittels so gut es ging half, glaubte ich nicht an die Rettung der menschlichen Rasse. Wir alle waren früher oder später verloren.

"Hey, Col! Gucken sie mal da drüben!", sagte einer meiner Soldaten zu mir.
Schon seit Monaten war ich der Ranghöchste unter den Soldaten und hatte somit das Kommando und sehr viel Verantwortung zu tragen. Seit zwei Tagen war ich mit fünf weiteren Männern auf einem Außeneinsatz.
Wir mussten dringend medizinische Ausrüstung finden, denn unsere Vorräte gingen immer weiter zurück.
Langsam glitt mein Blick zu der Stelle, auf die Blake soeben gezeigt hatte.
Das Gebäude sah ganz nach einem Krankenhaus aus.
Ich gab den Befehl, dass alle Fahrzeuge angehalten wurden und steig als Erster aus. Es war ruhig hier.
Für meinen Geschmack etwas zu ruhig. Leise meinte ich über das Funkgerät: "Jungs, ihr geht in das Krankenhaus und ich postiere mich auf dem gegenüberliegenden Gebäude als Scharfschütze. Und passt auf.
Vielleicht sind wir nicht die einzigen Lebenden hier." Seufzend nahm ich das CheyTac Intervention* und hing es mir über die Schulter. Das CTI war für mich die beste Waffe. Skeptisch sah ich mich um und betrat dann das Gebäude, auf dem ich meine Position einnehmen wollte. So schnell ich konnte, lief ich hoch zum Dach. Auf meinem Weg war mir kein Zombie begegnet. Normalerweise waren die Städte vollkommen überflutet von den Untoten. Doch hier? Nichts! Mein Gefühl sagte mir, dass wir hier ganz schnell verschwinden sollten und mein Gefühl erwies sich später noch als richtig.

* Das CheyTac M200 Intervention ist ein in den USA hergestelltes schweres Scharfschützengewehr der Firma CheyTac LLC. Bei der Intervention handelt es sich um ein Antipersonen-Scharfschützengewehr. Das CheyTac Intervention verfeuert die Kaliber .408 CheyTac bzw. .375 CheyTac. Mit bis zu 2300 Metern Reichweite ist das Intervention eines der leistungsstärksten Antipersonen-Scharfschützengewehre, die es zurzeit gibt. Technisch basiert es auf dem Modell EDM Arms Windrunner. (Quelle: Wikipedia)

So sieht es aus: http://www.military-today.com/firearms/cheytac_m200_intervention_l3.jpg

Chapter 2.
Blake Millers Sicht


Nachdem der Colonel uns Befehle erteilt hatte, stieg ich ebenfalls aus und sah Benjamin nach.
Er war ein guter Anführer, aber ich wusste, dass er Angst hatte, wie wir alle.
Jedoch war seine Angst anders, denn er fürchtete nicht die Toten, sondern die Lebenden und er hatte Angst, dass er versagen würde. Oftmals sah ich, wie er abends aus dem Labor ging und sich zu irgendeinem Ort schlich, den nur er kannte. Ich glaubte, dass das seine Stütze war.
Sein Antrieb, um nicht einfach aufzugeben.
Kurz musste ich schlucken, denn das war das erste Mal, dass wir mit so wenigen Männern hier draußen waren. In meinen 25 Jahren, die ich nun schon lebte, hatte ich es nie für wahr gehalten, dass die Apokalypse irgendwann kommen würde und nun war ich mittendrin.
Ich hatte Glück gehabt, Benjamin war mein Mentor, denn er hatte mich vor einigen Monaten komplett dehydriert in einem verlassenen Army-Lager gefunden.
Bis zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht einmal von unserer Existenz und nun waren wir vielleicht sogar Freunde. Kurz bevor die Apokalypse ausbrach, hatte ich meine Ausbildung zum Soldaten abgeschlossen. Unter den Soldaten, die in dem Forschungslabor halfen, war ich derjenige, mit der niedrigsten Stufe. Ich war bloß ein Private. Manchmal wünschte ich mir, dass ich einen höheren Dienstgrad hätte, doch meistens war ich froh darüber, denn als Private musste ich keine Entscheidungen treffen. Soweit wir wussten, waren alle Generäle tot, also lohnte es sich nicht, nach
ihnen zu suchen. Zudem war jeder mit Benjamin als Oberhaupt zufrieden.
Seufzend drückte ich mein MG leicht an mich und folgte den vier Männern, die vor mir in das Krankenhaus gingen. Immer wieder rief ich mir in Gedanken, dass Benjamin dort draußen war und den Eingang die ganze Zeit über im Blick hatte. Aber was war, wenn uns dort drin eine Gefahr auflauern würde? Dann konnte der Colonel uns nicht mehr helfen und wir waren nur fünf Männer.
Schnell vertrieb ich diese Gedanken und atmete tief ein und aus, um einen klaren Kopf zu bekommen. Was zählte, waren Medikamente und andere medizinische Dinge. Wir mussten also bloß unsere Rucksäcke vollpacken und dann konnten wir wieder von hier verschwinden.
Langsam nahm ich meine Waffe in Anschlag und hörte zu, was die anderen besprachen: „Wir sollten uns aufteilen. Jeder übernimmt einen Teil, so geht es am schnellsten.“
Sie beschlossen, dass ich hierbleiben sollte und mich auf dieser Ebene umschauen musste.
Damit war ich einverstanden, denn etwas dagegen sagen konnte ich sowieso nicht.
Ich sah zu, wie sich alle trennten und stand nach einigen Sekunden auch schon allein in dem großen Gang. Eine Zeit lang bewegte ich mich gar nicht, doch dann betrat ich den ersten Raum und durchwühlte alle Schubladen. Außer Bandagen und Pflastern war in dem Raum nichts zu finden, also ging ich weiter. Ich durchsuchte Raum um Raum und packte alles ein, was einigermaßen brauchbar war. Sogar Morphin war ein Bestandteil meiner Beute.
Als ich alle Räume fertig hatte, schritt ich auf eine Tür zu und öffnete diese.
Es war, als würde ich gegen eine Wand laufen, solch ein stechender Gestank kam mir entgegen.
Über meine Lippen kam ein heftiger Hustenreiz und ich hielt mir die Nase zu, bevor ich meinen Kopf wieder hob. Dunkelheit herrschte über den Raum, anscheinend eine größere Halle.
Woher kam nur dieser Geruch? Ich versuchte etwas zu erkennen, doch außer ein paar schemenhafte Umrisse konnte ich nichts wahrnehmen. Meine Hand glitt an meinen Gürtel und ich nahm die Taschenlampe, die sich daran befand. Mit etwas zittrigen Händen beleuchtete ich den Raum und was ich dann sah, war ein purer Albtraum. Unfähig, etwas zu tun, starrte ich in viele leere Gesichter.
Sie lebten alle noch, es waren keine Zombies, doch den Meisten fehlten Arme und Beine.
Was war hier nur geschehen? „Hey! Du! Mach mich los!“, riss mich eine Stimme aus der Schockstarre. Sofort sah ich in die Richtung, aus der die Stimme kam.
Ein Mann, vielleicht in dem Alter von Benjamin, saß gefesselt auf einem Stuhl.
Er hatte anscheinend noch all seine Körperteile, also rannte ich schnell zu ihm und löste seine Fesseln. Mit erschrockener Stimme fragte ich: „Was ist hier geschehen?“
Schulterzuckend antwortete der Fremde: „Ich weiß, dass sie Menschenfleisch an irgendwas verfüttern, aber ich weiß nicht, an was“

Benjamin O'Connors Sicht


Während ich durch das Visier meines Scharfschützengewehrs die Gegend beobachtete, zündete ich mir eine Zigarette an und wartete auf einen Funkspruch, ob alles in Ordnung sei.
Es bereitete mir ein wenig Sorge, als sich niemand meldete und gerade, als ich kurz davor war, zum Krankenhaus zu gehen, meldete sich eine Stimme über das Funkgerät: „Krankenhaus abgesichert, Colonel“ Erleichtert atmete ich auf, als ich diese Worte hörte und zog an der Zigarette.
Ich erwiderte: „Check“, und behielt die Straße und besonders den Eingang weiterhin im Auge.
Plötzlich hörte ich ein seltsames Knurren, welches definitiv nicht von einem Zombie stammen konnte. Hektisch sah ich mich um und mein Blick blieb auf einem wahren Monster hängen.
Es schien ein Bär zu sein, aber kein normaler. War er etwa..? Nein, das konnte doch nicht sein, oder? Aber er war ganz offensichtlich ein Zombie. Mit schwitzigen Händen nahm ich das Funkgerät und meinte mit zitternder Stimme: „Was auch immer ihr tut, kommt ja nicht aus dem Gebäude raus!  Keine Ahnung, was das ist, aber es ist...ein Monster!“ Sollte ich auf den Bären schießen? Wenn er nicht verschwinden würde, dann musste ich es wohl oder übel tun.

Blake Millers Sicht


Der Besuch in dem Krankenhaus war ein großer Erfolg gewesen, denn jeder hatte seinen Rucksack gefüllt. Außerdem fanden wir einen Überlebenden, der sich als Lysander Brookstone bezeichnete.
Lysander stand mit uns in dem untersten Geschoss und erzählte, was passiert war: „Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, aber ich versuche es einfach mal so gut wie möglich zu erklären: Alles hat damit angefangen, dass ich mit meiner Gruppe hergekommen bin, um nach Ressourcen zu suchen.
Wir hatten einiges gefunden und wollten gerade wieder aus dieser seltsamen Stadt verschwinden, als uns vermummte Personen bedroht hatten. Wir waren nicht nur in der Unterzahl sondern auch weit unterlegen, was die Waffen betraf. Diese Typen sperrten uns in dem Krankenhaus ein und jeden Tag wurden einer Person Arme und Beine genommen. Ich hatte Glück, dass ihr gekommen seid, denn sonst würde mir dasselbe heute passieren. Deshalb müssen wir auch schnell von hier verschwinden. Immer wenn jemand gefragt hatte, wieso sie diese grausamen Sachen taten, meinten sie nur: Es hat Hunger. Und solange wir es füttern hält es uns Zombies und Angreifer vom Hals und wir haben unsere Ruhe. Was es sein soll, habe ich noch nicht erfahren und das will ich auch lieber nicht.“ Doch was in diesem Moment keiner wusste, war, dass wir noch ganz genau erfahren sollten, was an diesem Ort vor sich ging.

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4 Re: Unfinished Stories - Finished Texts am Do Apr 07, 2016 6:15 am

CLAY

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Grace in our Tears:


Grace in our Tears


“Maybe it's ALWAYS the end of the world.
Maybe you're alive for a while, and then you realize you're going to die,
and that's such an insane thing to comprehend,
you look around for answers and the only answer is that
the world must die with you
- Jess Walter


Prologue

I was living in a world which was totally destroyed.
May you ask yourself: “Why?”
I’ve one answer for you: It’s our fault. We’ve destroyed our own planet.
Scientists warned humans for over 130 years – we have 2100, now.
There was enough time to do something against the climate change, but nobody was interested in stopping emissions and spending money in projects against the global warming. About 60 years ago there was a nuclear disaster caused by the climate change. It’s a wonder that some humans are still there. The ones who survived the disaster were the strongest of our species. I am a descendant of a surviver.
My father was born one year before the disaster broke out. He and his parents were immune against radiation. I was born when my father was 35 years old.
He died 10 years ago with my grandparents. They were killed by the nature.
A mutation attacked them and so I am alone since my 15th birthday.
Nature became brutal after the disaster and now it's the biggest enemy of the last humans. The bible says: “I watched as he opened the sixth seal. There was a great earthquake. The sun turned black like sackcloth made of goat hair, the whole moon turned blood red, and the stars in the sky fell to earth, as figs drop from a fig tree when shaken by a strong wind. The heavens receded like a scroll being rolled up, and every mountain and island was removed from its place. Then the kings of the earth, the princes, the generals, the rich, the mighty, and everyone else, both slave and free, hid in caves and among the rocks of the mountains. They called to the mountains and the rocks, “Fall on us and hide us from the face of him who sits on the throne and from the wrath of the lamb! For the great day of their wrath has come, and who can withstand it?” (Revelation 6:12-17) That's how the apocalypse is described in the holy book.
But in reality it was a much worse. Because of the radiation a lot of people had a slow and painful death. My dad told me that infected lost their hair and that they've got skin rash. Sometimes a death process took about a few years. I've never seen a human who was infected and I never want to the one. The stories about it sound terrible.
Our whole world became terrible.



Chapter 1: The World as our Enemy

It was dark. I didn't know wether it was evening or early in the morning. Time became unnecessary. Time was standing still. Since the death of my family I was travelling alone. Sometimes I've met other people but those meeting always had the same ending.
They wanted to rob me and I've fought to protect my last things.
If nature has a good day, people are your enemies. A sigh came over my lips.
The stars were shining bright in the sky. It had such a beauty that I couldn't look away.
What would I do next? I had to find new supplies because mine were almost empty.
Finding new supplies meant to go hunting. Hunting was dangerous because of the mutations. Once I've seen a deer with two heads getting killed by a dog mutation which was able to regenerate his injuries. “One of the strangest day in my life“, I whispered to myself. Soliloquies were the only thing that kept me away from going crazy. Or maybe I was crazy and I didn't even noticed it. Another sigh came over my lips. “Your name is Blake Freewalker. You are 25 years old and your family is dead. You don't know your mother because she left after your birth“, I said.
I could see my own breath. It was a cold night. Everyday I said the same sentences to make sure that I know, who I am. In such a life you could quickly forget who you are.
I've met enough lost souls out there. They wander around and forget all human values.
They're like wild animals. Those who lost themselves live for killing and eating.
It's terrible to see a human like this because you know that he was normal, once.
I closed my eyes and listened to my own breath. My breath was the only noise I could hear. The silence was deceptive. Everything out there wanted to kill you. Even every plant and tree could kill you easily. Why did I still fought? Maybe I did it for my dead family. Or maybe I did it because deep in my mind there was still a bit hope.
I opened my eyes. I wanted to use the shadow of the night to install traps for smaller animals. I stood up and went to a brook where I filled up my water supplies.
Standing on a little path, I thought about not going deeper into the forest because I didn't know if I would survive the excursion. But I needed new supplies.
So, I had two different possibilities to die. The excursion would be dangerous but there was a low chance to survive it. In contrast, I would surely die if I didn't find new supplies. The forest wasn't the better choice, often. However, it was the winner this time. I did small steps and pay all my attention to my surroundings.
I've clutched the knife at my belt with my right hand. It was important that you could react quickly. The knife wasn't my only weapon but it was my favourite.
Some people had weapons from which I didn't even knew the names.
Everyone had to beware against people who had weapons which were able to fire bullets. In stories from the life before the disaster, those weapons were normal.
But they became rare after the disaster. If you had such a weapon you mustn't have fear. With such a weapon you were able to beat your surroundings and other humans, easily. Those weapons were cruel just like the humans who had one of it. Any other weapon was there to survive but weapons which fired bullets were there to destroy everything that was in your way. I tore myself together and expelled my thoughts.
Now I had to preserve a clear head. There was no time to build my traps because I could distinguish a strange noise in the distance I had to listen more exactly until I recognized that this had to be a human who yelled. What should I do? It sounded as this person would be attacked. It presumably was a woman or a child because for a man this cry was far too high. I had a conflict between reason and conscience. Usually you shouldn't care about the destiny of others but really, man, you couldn't leave a woman or a child to himself. I bit on my lip and went closer to the cries.


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